Motorsteuerung mit 16 Bit
Hohe Leistung bei tiefen KostenKlar – wer eine Motorsteuerung ohne Platzprobleme in kleinen Stückzahlen entwickeln muss, der kann sich an dem riesigen Controllermarkt frei bedienen und hat wohl eher die Qual der Wahl. Anders sieht es aus, wenn die Parameter eingegrenzt werden. Hier empfiehlt sich die für «Motorcontrol» spezifizierte I-Serie von NEC Electronics. |
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Eine Auswahl typischer Applikationen, die durch ihre Parameter spezielle Lösungen erfordern, macht deutlich, weshalb diese die Controllerwahl anspruchsvoller gestalten:
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Leistung ist genügend vorhandenWer sich schon vor 20 Jahren mit «Motorcontrol» befasst hat, kann sich bestimmt noch daran erinnern, mit wieviel MIPS man damals BLDC-Motoren geregelt hat. Die Rede war da vielleicht von 2 bis 3 MIPS – die Aufgabenstellung war eine exakte 3-achsige Bahnsteuerung im 250-μs-Takt plus noch ein wenig drum herum. Klar musste optimiert werden – die Leistung reichte aber gut aus. Bei 13 MIPS muss heute für die gleiche Aufgabe sicher nicht mehr gross getrickst werden und es bleibt noch viel Performance übrig. Für eine BLDC-Motorsteuerung benötigt man MOSFETs, Optokoppler und einen modernen Mikrocontroller mit IRQ-fähigen Eingängen, ADC, PWM, 16-Bit-Timer, einige I/O und mindestens eine Kommunikationsschnittstelle. Die K0R/Ix3 enthalten alle zur Motorsteuerung nötigen Elemente wie einen Operationsverstärker, Komparatoren und Hochgeschwindigkeits-A/D-Wandler (2 μs) mit vorgeschaltenem OPAmp. Ausserdem gehören, je nach Type, ein 2- oder 3-Phasen- Timer (16-Bit-Timer inkl. Totzeit-Generierung) und ein Watchdog-Timer zur Ausstattung. Die geringe Zahl von extern notwendigen Komponenten reduziert nicht nur die Bauteilekosten, sie hilft dem Anwender auch, Platz auf der Systemplatine einzusparen. |
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Der Trend geht zu BLDC-MotorenDas Spektrum der Motorcontroller reicht vom simplen Ein/Aus
bürstenkommutierter Motoren bis zur komplexen Bahnsteuerung in Mehrachssystemen
mit BLDC. Dazwischen ist jede Kombination denkbar, somit ist Flexibilität
gefragt. Der Trend geht nach wie vor zu den BLDC-Motoren. Sie sind kleiner,
robuster, effizienter und lassen mehr Freiheiten für die Regelung zu. |
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Optimale Lösung für anspruchsvolle AntriebslösungenDurch die Erweiterung der NEC-Electronics- Standardcontroller
auf den Anforderungen, die Motoransteuerungen haben, eröffnet sich ein breites
Anwendungsfeld. Durch die geringe Leistungsaufnahme bieten diese MCUs eine
optimale Lösung für anspruchsvollere, auch batteriebetriebene Antriebslösungen
auf kleinstem Raum. Aufgrund der hohen Performance im Verhältnis zum günstigen
Preis sind auch hohe Stückzahlprojekte wirtschaftlich zu fertigen. Es gibt zahlreiche Kits und ToolsZur Evaluierung und Entwicklung stehen Anwendern mit dem MINICUBE2 (On-Chip-Debugger), dem IECUBE-Emulator (Full Ice), IAR-Compiler-Suite sowie zahlreichen Starter- Kits und Software-Tools ein umfangreiches Angebot an Development-Tools zur Verfügung. Es ist ein 24-V- und ein High-Voltage- Evaluationskit verfügbar, mit demman leicht erste Schritte gehen kann. Datenblätter der neuen 78 K0R/Ix3-MCU-Familie sind bei Gleichmann Electronics ab sofort erhältlich, erste Muster werden voraussichtlich ab Mai 2008 verfügbar sein. Sichere direkte Ansteuerung von IGBT- und MOSFET-GatesZum Design des Leistungsteils hat NEC Electronics eine breite
Palette von MOSFETs und Optokopplern zu bieten. Speziell zu erwähnen sind die
neuen Hochgeschwindigkeits-Optokoppler PS 9552 und PS 9553. Sie ermöglichen eine
schnelle und sichere direkte Ansteuerung von IGBT- und MOSFET-Gates. Ein
Ausgangsstrom von 2 A/0,5 A, eine maximale Übertragungsgeschwindigkeit von 1
MBit/s, eine Isolierspannung von 5000 VRMS, ein Isolationsabstand grösser 0,4
mm, eine äussere Kriechstrecke von grösser 8 mm und eine minimale
Common-Mode-Ratio (CMR) von 15 kV/`s sind die wichtigsten Eckdaten. |
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Infoservice
Autor: Steffen Bürkle Gleichmann Ultratec AG info@ge-ultratec.ch, www.ge-ultratec.ch Dieser Artikel erschien in der Fachzeitschrift Polyscope Ausgabe 7/2008. |
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