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Für jeden Einsatz das passende Panel

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Display ist nicht gleich Display. Je nach Zielapplikation ist ein anderes Display geeignet. Gerade Industriekunden, die vermehrt individuelle Lösungen anstreben, suchen hier einen kompetenten Partner. „Eine genaue Analyse der Applikation ist der erste Schritt zum passenden Display“, betont Ina Susanne Rao, Diplom-Technik-Redakteurin bei der MSC Vertriebs GmbH. Für welchen Zweck und wo soll das Display eingesetzt werden. Welchen technischen Anforderungen muss es entsprechen, wie sind die Umgebungsbedingungen, etc.

Die Wahl des geeigneten Displays

Zunächst gilt es, die Diagonale, also die mechanischen Abmessungen des Displays zu bestimmen. Desweiteren ist zu entscheiden, ob ein robuster mechanischer Aufbau gewünscht wird. Weitere Aspekte sind die Langlebigkeit, eine möglichst einfache Applizierbarkeit und die Qualität der optischen Eigenschaften. Ein wesentlicher Faktor ist der Temperaturbereich. Vielfach wird Funktion über einen erweiterten Temperaturbereich von mindestens -20 bis +70 Celsius gewünscht. Bei Anwendungen, die extremen Temperaturschwankungen standhalten müssen und beispielsweise in der Automobilbranche, in der besondere Richtlinien und Sicherheitsaspekte einzuhalten sind, werden sogar Displays benötigt, die auch Temperaturen zwischen -30 bis +85 °C meistern.

LEDs sind langlebig und eignen sich auch für raue Umgebungen

Displays, die mit LED-Backlight ausgestattet sind, bieten viele Vorteile. „Daher wird LED-Backlight inzwischen von vielen Kunden vorausgesetzt und oft gar nicht mehr explizit erwähnt“, so Ina Susanne Rao.
„Zur idealen Ansteuerung einer solchen Hintergrundbeleuchtung wurde früher oft noch ein externer LED-Treiber benötigt, der den Nennstrom und somit die Helligkeit und die Lebensdauer der Einheit sicherstellt. Diese Komponenten bzw. die Funktionalität sind in aktuellen Industrie-TFTs bereits implementiert im Display verborgen. So lassen sich Komponenten einsparen und Entwicklern wird ein einfaches Interfacing ermöglicht“, betont Ina Susanne Rao.
LEDs sind zudem eine gute Wahl, da sie keine Hochspannung benötigen und bei konstanter Ansteuerung keine Strahlung abgeben. So ist nur noch eine geringe Abschirmung notwendig. Auch bei der Langlebigkeit können LEDs mittlerweile punkten. Im industriellen Sektor sind 50.000 bis 70.000 Stunden in Displays mit Diagonalen von 6,5-, 7-, 8 - oder 10,4-Zoll Standard. Schock- und Vibrationsresistenz prädestinieren LEDs für den Einsatz in rauen Umgebungen. Die Option, sie sogar bis über 99 % der Nennhelligkeit dimmen zu können, zahlt sich insbesondere bei Schiffsapplikationen oder im öffentlichen Nahverkehr durch Blendfreiheit bei Nacht und gute Ablesbarkeit des Displays aus. Ein Vorteil für Applikationen im Außenbereich ist, dass LED-Hintergrundbeleuchtung im Gegensatz zu CCFL-Röhren keinerlei Einschränkungen beim Kaltstart unterliegt.
„Für großformatige Industrie-Displays steckt die LED-Hintergrund-Beleuchtung noch in der Entwicklung, da viele LEDs auch viel Wärme erzeugen“, erläutert Ina Susanne Rao. Diese muss abgeleitet werden, denn das Betreiben der LEDs bei permanent hohen Temperaturen geht zu Lasten der Lebensdauer. „In der Zielapplikation fehlt oftmals auch ausreichend Raum für Kühlkörper. In manchen Bereichen lässt sich diese Problematik umgehen, indem die Helligkeit vermindert wird. Denn geringe Helligkeit benötigt geringere Leistung. Daraus folgt, dass bei halb so viel Helligkeit auch nur die Hälfte der Wärme erzeugt wird.

Individuelle Komplettlösungen erfordern einen Rundum-Service

Gerade im Displaysektor reicht es nicht, Kunden hervorragende Displayprodukte bester Qualität zur Verfügung zu stellen. Kunden wünschen vermehrt Komplettlösungen. „Um hohe Kundenzufriedenheit zu gewährleisten, bietet die MSC bestmöglichen Service, technische Begleitung sowie Unterstützung von der ersten Idee bis zur Umsetzung der Zielapplikation und darüber hinaus. Die Kernkompetenz, die dafür unabdingbar ist, erlangte die MSC durch langjährige Erfahrung und Knowhow rund um Displays“, betont Marco Schreiber, Application Engineer Displays & Systems bei der MSC Vertriebs GmbH. „Die Kompetenz in puncto Displays wissen auch die Hersteller zu schätzen“, fügt Marco Schreiber hinzu. „So hat Hitachi der MSC Vertriebs GmbH bereits zum vierten Mal innerhalb der letzten fünf Jahre den Award Distributor des Jahres verliehen.“

Weitformat und Touchscreen sind die Trends bei Displays

Hitachi verschiedene Applikationen„Studien erwarten für Displays in diesem Jahr einen Zuwachs von 37 %“, so Marco Schreiber. Die Display-Spezialisten bei MSC rechnen, auch bedingt durch die sinkende Preise, mit einer wachsenden Nachfrage nach Panels mit hohen Auflösungen und besserer Ablesbarkeit. „4:3-Displays bestimmen noch immer den Markt. Insbesondere im industriellen Sektor gibt es noch viele Applikationen, deren Software für 4:3-Displays ausgelegt ist“, erläutert Marco Schreiber. „Kunden mit Zielapplikationen in der Industrieautomation wie in Industrie-PCs, in Industriedruckern oder in der Maschinenansteuerung bleiben den bisherigen Diagonalen treu. Diese Kunden können sich bei MSC auch der Langzeitverfügbarkeit sicher sein.“ Neben den 4:3-Displays etablieren sich zunehmend neue Diagonalen. „Die Begeisterung für Displays im 16:9-Verhältnis gegenüber den fast quadratischen 4:3-Displays ist auffällig. Etliche Kunden wünschen sich von modernen Displays, dass diese bei gleicher Bauhöhe eine erweiterte Anzeigemöglichkeit in der Breite bieten“, so Marco Schreiber.
Insbesondere im Einsatz in Navigations- und Mess-Systemen sowie in der Medizintechnik erfreut sich das weite Format zunehmender Beliebtheit. Bei MSC rechnet man daher auch für das neue Hitachi-Display im Weitformat mit 5,8-Zoll-Diagonale (15 cm) mit großem Kundeninteresse. Das Display, das in Kürze erhältlich sein soll, nutzt die IPS-Pro-Technologie und ist mit LED-Backlight ausgestattet.
Ein kurzer Blick auf die Mobiltelefone oder I-Phones genügt: Touchscreens, sogar teilweise mit PC-Technologie (PCT), wohin das Auge blickt. Selbst Hersteller für Ticketautomaten sehen das Potenzial der Touchscreen-Technologie. Doch diese Technologie hat auch ihre Tücken: Denn kapazitive Touchscreens arbeiten mit elektrischen Feldern. Displays senden EMV-Strahlung aus, wodurch der Touchscreen in seiner Funktionalität empfindlich irritiert und gestört wird. Daher kann nicht jedes Display mit einem beliebigen Touch-Panel kombiniert werden. 

Eine LED-Hintergrundbeleuchtung verbessert die Bildqualität

Bisher besteht die einzige Lösung darin, den Touchscreen in genauer Abstimmung auf das Display auszurichten; daraus resultieren einerseits ein erhöhter Entwicklungsaufwand und auf der anderen Seite ein momentaner Mangel an Standardprodukten bei Displays mit PCT. „MSC kann seinen Kunden hier bereits günstige Standardprodukte des Herstellers Evervision anbieten“, betont Marco Schreiber.
Die Farbabstufung, der Kontrast und die Farbraumerweiterung über 100% bieten insbesondere bei TFT-Displays für Endverbraucher noch erhebliches Optimierungspotenzial. Eine Hintergrundbeleuchtung mit RGB-LED-Komponenten oder fertigen RGB-Modulen kann die Bildqualität verbessern. Allerdings ist dieses bisher nur in Teilbereichen realisiert und somit noch Zukunftsmusik.

OLED-Displays zeigen noch Schwächen

Bei den OLED-Displays winken Vorteile wie hoher Kontrast und Ablesbarkeit aus jedem Blickwinkel sowie ein energieeffizienter Betrieb, da OLEDs ohne Hintergrundbeleuchtung auskommen und farbiges Licht emittieren. Die dünne Beschichtung in einer Dicke, die 1/1000 eines Menschenhaares entspricht, eröffnet zudem vollkommen neue Möglichkeiten im Design: Filme, Bilder, Folien oder Kleidung können bewegliche Bilder transportieren.
Doch die Anfangseuphorie verebbte, als diverse materialtechnische Feinheiten zu Qualitätsverminderung führten. Organische Materialien haben ein kürzeres Leben als künstliche. Das bedeutet, dass das Versiegeln, das der Zersetzung Einhalt gebieten soll, immer noch ein Problem darstellt. Bei Displays, die mit OLEDs ausgestattet sind, kommt es daher oft zu Farbverschiebungen. Denn die Zellen, die die organischen Farbstoffe speichern, altern unterschiedlich schnell. In Endverbraucher-Applikationen wie in Mobiltelefonen oder MP3-Playern werden OLEDs zwar schon eingesetzt, aber für industrielle Anwendungen, z. B. in Bedienterminals, ist die Entwicklung noch immer nicht genug ausgereift.

Display-Lösungen der MSC Vertriebs GmbH

Die MSC bietet mit 15 regionalen Büros und 33 Niederlassungen in Europa ihren Kunden sowohl technische Kompetenz als auch professionelle Beratung und individuellen Kundensupport. Eine gute Lagerhaltung fängt Engpässe in der Lieferung ab und realisiert so kurzfristige Bemusterung. Detaillierte Broschüren wie die Field of Vision informieren Kunden umfassend zur breiten Produktpalette der MSC.
MSC setzt bei Displays aus mehreren Gründen insbesondere auf den japanischen Hersteller Hitachi: So nennt MSC die hohe Qualität sowie die Langzeitverfügbarkeit der Displays. Desweiteren zählen die optischen Eigenschaften durch die IPS-Technologie, die einen homogenen Blickwinkel aus allen Richtungen ermöglichen. Diese Eigenschaften sind für Kunden besonders wichtig: Hat ein Kunde das ausgewählte Display erst einmal in seiner Anwendung verankert, baut er darauf, dass die mechanischen und elektrischen Charakteristika des Displays auch in einigen Jahren noch verfügbar sind. Gerade im Maschinen- und Anlagenbau können so lange Produktlebenszyklen realisiert werden. Hier können von der Entscheidung über den Einsatz eines bestimmten Displays bis zum fertigen Serienprodukt drei Jahre und mehr vergehen.

Autoren:

Ina Susanne Rao MSC, Diplom-Technik-Redakteurin
Marco Schreiber MSC, Application Engineer Displays & Systems

redaktionelle Bearbeitung EP:

Margit Kuther

veröffetnlicht in:

Elektronikpraxis • Bauteilbeschaffung & Supply Chain Management II Oktober 2010  S.12-14

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